Vorgestellt Pianistische Passion für russisches Repertoire
Fr, 13.02. | 11:30-11:55 | Ö1
Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 3 gilt als eines der anspruchsvollsten seiner Art. Der japanische Pianist Nobuyuki „Nobu“ Tsujii hat es seit 10 Jahren in seinem Repertoire und nun zusammen mit dem von Royal Liverpool Philharmonic Orchestra für sein zweites Album aufgenommen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des venezolanisch-schweizerischen Dirigenten Domingo Hindoyan. Neben dem monumentalen, 40-minütigen Klavierkonzert ist Tsujii in dieser Neuerscheinung mit Transkriptionen für Klavier solo zu hören – darunter Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ und andere Stücke von Rachmaninoff und Rimsky-Korsakov. „Klavierbearbeitungen sind faszinierend, weil die Arrangeure in der Regel hervorragende Pianisten sind. Sie wissen genau, was nötig ist, um das Instrument optimal zu nutzen. Es ist immer ein Vergnügen, diese Stücke zu spielen“, sagt Nobu anlässlich des Programms. Auch Nobu ist ein hervorragender Pianist, dem man nicht genug Hochachtung entgegenbringen kann. Blind geboren, muss er die komplexen Werke auf spezielle Art erlenen. In einem Interview mit „The Arizona Republic“ erklärt der 37-Jährige seine Vorgehensweise: „Ich bitte meine Assistenten, mir eine spezielle Kassette anzufertigen. Sie teilen das Stück in kleine Abschnitte, beispielsweise mehrere Takte, auf und nehmen es auf (jeweils eine Hand). Ich nenne diese Kassetten ,Notenblätter fürs Ohr’. Ich brauche ein paar Tage, um ein kurzes Stück fertigzustellen, aber einen Monat, um eine große Sonate oder ein Konzert zu vollenden.“
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