Europa-Journal EU-Iran, Zypern, Dänemark, Französisch-Guayana

Fr, 13.02.  |  18:25-18:55  |  Ö1
EU-Iran: Die Grenzen der Diplomatie +++ Zypern: Grenze auf, Grenze zu +++ Dänemark: Schmerzhaftes koloniales Erbe +++ Französisch-Guayana: Weltraumbahnhof im Regenwald

EU-Iran: Die Grenzen der Diplomatie Tausende Menschen wurden Anfang Jänner bei Massenprotesten im Iran durch Sicherheitskräfte getötet. Wie viele genau, ist bis heute unklar; manche Quellen sprechen von mehr als 30.000 Toten. Das Massaker an Regimegegner:innen und Demonstrierenden hat auch die ohnehin schon schwierigen Beziehungen zwischen der EU und dem Iran weiter verschlechtert. Welche Strategien verfolgen die EU und einzelne Mitgliedstaaten im Umgang mit dem theokratischen Regime in Teheran? Diese und weitere Fragen beantwortet Korrespondentin Rosa Lyon. Zypern: Grenze auf, Grenze zuZypern will noch heuer dem Schengenraum beitreten. Damit würden bei Urlaubsflügen die Grenzkontrollen wegfallen, das bringt Vorteile für den Tourismus. Doch Zypern ist seit Jahrzehnten eine geteilte Insel. Wird das Land Schengen-Mitglied, müssten entlang der sensiblen Pufferzone zwischen dem Norden und Süden der Insel Kontrollen wie an einer EU-Außengrenze durchgeführt werden. Eine Friedenslösung könnte durch einen Schengen-Beitritt daher in weite Ferne rücken. Verena-Sophie Maier berichtet aus Zypern. Dänemark: Schmerzhaftes koloniales ErbeTausenden Grönländerinnen wurden in den 60er- und 70er-Jahren ohne ihr Wissen und Zustimmung eine Verhütungsspirale eingesetzt, geschehen ist das im Auftrag der dänischen Regierung. Schätzungen zufolge wurde die Hälfte der grönländischen Frauen im gebärfähigen Alter Opfer dieser Maßnahmen. Nicht nur diese Zwangsverhütung, auch Kindsabnahmen und Umerziehungen belasten bis heute das Verhältnis zwischen Dänemark und Grönland. Eva Pöcksteiner geht in Kopenhagen der Frage nach, wie dieses koloniale Erbe heute aufgearbeitet wird.Französisch-Guayana: Weltraumbahnhof im RegenwaldEuropa will unabhängiger von den USA werden, das gilt auch für den Zugang zum Weltraum. Zentral in diesem Vorhaben ist ein französisches Überseegebiet im Nordosten Südamerikas: Französisch-Guayana ist fast genauso groß wie Österreich und hat nur knapp 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier, mitten im Regenwald, befindet sich der europäische Weltraumbahnhof: Raketen und Satelliten der europäischen Weltraumagentur ESA starten von hier ins All. Maren Häußermann hat sich in Französisch-Guayana umgehört, wie man sich dort auf die neue weltpolitische Lage einstellt. Moderation: Miriam Beller

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