Der Spieler (Folge 4 von 20) Von Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Do, 02.04.  |  14:00-14:30  |  MDR Figaro
Stereo 
Aleksej Iwanowitsch, Hauslehrer eines hoch verschuldeten Generals, wartet mit der Familie seines Arbeitgebers im Kurort Roulettenburg auf den Tod einer reichen Erbtante. Doch bald wird klar, dass die alte Dame nicht vorhat, dem General Geld zu hinterlassen. Aleksej, der unsterblich in Polina, die Stieftochter des Generals, verliebt ist, schmiedet einen Plan: Kurzerhand begibt er sich ins Casino, um die Familienschulden am Roulettetisch zu gewinnen - mit spektakulärem Erfolg! Nur ist seine Liebe zum Spiel jetzt stärker als seine Gefühle für Polina je waren...

Im Sommer 1865 verspielte Dostojewski in Wiesbaden selbst einen Vorschuss, den ihm sein Verleger Stelowski für eine Werkausgabe unter der Bedingung gezahlt hatte, dass er bis zum 1. November 1866 einen neuen Roman fertigstellt. gezahlt hatte. Der Dichter erfüllte das Ultimatum und schrieb "Der Spieler" Roman in 26 Tagen.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski wurde 1821 in Moskau geboren, wo er als Sohn eines Arztes aus verarmter Adelsfamilie aufwuchs. Er studierte an der Militäringenieurschule in Petersburg und war ab 1844 freier Autor. 1849 wurde er als Mitglied eines geheimen Zirkels, in dem über utopischen Sozialismus diskutierte wurde, zum Tode verurteilt, auf dem Richtplatz aber zu vier Jahren Zuchthaus in Sibirien und anschließendem Militärdienst begnadigt. 1859 wurde seine Rückkehr nach Petersburg erlaubt. 1866 erscheint "Verbrechen und Strafe" (im Deutschen auch bekannt unter dem Titel "Schuld und Sühne"), die erste der großen Roman-Tragödien. 1868 "Der Idiot", 1871 "Böse Geister" und 1880 "Die Brüder Karamasow". Nach längeren Auslandsaufenthalten starb Dostojewskij 1881 in Petersburg.

Übersetzung: Gregor Jarchow
Produktion: SRF 1980

Mitwirkende:
Rainer zur Linde

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