Ambiente – von der Kunst des Reisens Brüssel, Luxemburg, Straßburg

So, 05.04.  |  10:05-11:00  |  Ö1
Im Zentrum – Leben und Arbeiten in den Hauptstädten Europas.In Brüssel, Luxemburg und Straßburg befinden sich wichtige europäische Institutionen. Hier wird Europa gedacht, diskutiert, verhandelt und entschieden – Tag für Tag, über Grenzen hinweg.

Die PolitikerInnen, JuristInnen, Ökonomen, ÜbersetzerInnen, Wissenschaftler, politischen Berater und Verwaltungsfachkräfte kommen aus allen Teilen des Kontinents, sprechen unterschiedliche Sprachen und bringen vielfältige Perspektiven mit.Damit der Austausch zwischen den VertreterInnen etwa der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auch in offiziellen Plenarsitzungen reibungslos über die Bühne geht, beschäftigt das Europäische Parlament mehrere hundert Dolmetscherinnen und Dolmetscher. Die Dolmetschdienste der Europäischen Union sind weltweit die größten Arbeitgeber für diesen Berufszweig. Eine von ihnen ist Britta Margareta Walch, die zwischen Brüssel und Straßburg pendelt. „Man muss sich fachlich weiterbilden und auf kulturelle Gegebenheiten in den Mitgliedsstaaten eingestellt sein. Darauf wird gerne Bezug genommen,“ erzählt sie im Interview mit einer österreichischen Tageszeitung. In Luxemburg sprechen die meisten EinwohnerInnen zwei bis vier Sprachen. Menschen aus nahezu 170 Nationen sind hier ansässig. Ausdruck des weltoffenen Flairs ist der Kirchberg auf einem Plateau hoch über der Stadt, auf dem sich zahlreiche europäische Organisationen befinden. Hier erzählt ein Richter von der herausfordernden Arbeit im Gerichtshof der Europäischen Union. Und die luxemburgische Autorin Elise Schmit führt zu einem ihrer Lieblingsorte und beschreibt, wie die sprachliche Vielfalt ihr Leben geprägt hat. Für Sylvain Schirmann, Historiker und ehemaliger Direktor des Instituts für Politikwissenschaften in Straßburg (Sciences Po Strasbourg), ist die EU kein statisches Gebilde, sondern ein kontinuierlicher Prozess von Verhandlung, Kompromiss und institutionellem Aufbau. Das erzählt er bei einem Besuch des EU-Parlaments in Straßburg. Seit 2021 werden zufällig geloste Bürgerversammlungen auch in der Europäischen Union aktiv genutzt. Nun, von September 2025 bis März 2026 kommen 100 junge Menschen aus der gesamten Europäischen Union in Brüssel zusammen, um über den Rückgang wildlebender Bestäuber-Insekten zu beraten und zu diesem Thema Handlungsempfehlungen für die EU-Institutionen zu erarbeiten. Von dieser besonderen Erfahrung erzählen die jungen EuropäerInnen.

in Outlook/iCal importieren

Meine Merkliste

Senderinfos zu Ö1:

Ö1 – Kontakt und Infos