Diagonal Diagonal Stellt vor. Das Magazin zum Monatsanfang
So, 05.04. | 22:05-0:00 | Ö1
Roma*Day 2026 – Neue Wege der Erinnerungskultur Die Gruppe der Roma und Sinti gehört zu den größten, ältesten und vielfältigsten Minderheiten Europas. In Österreich ist sie laut urkundlichen Belegen seit dem 14. Jahrhundert beheimatet. Anlässlich des internationalen Roma-Tages, widmet sich Diagonal der Frage: Welche kreativen Formen des Erinnerns gibt es jenseits klassischer Gedenkstätten? Im Rahmen der „Wienwoche“ organisierte das „DePart Collective“ aus Salzburg bereits 2024 eine Stadtführung, die Holocaust und Porajmos – den Völkermord an Roma und Sinti – thematisierte. Unter dem Titel „Zu Tisch – Geschichten, die nähren“ lädt das Kollektiv heuer am 8. April zu einem „Politischen Dinner mit Romnja-Aktivist:innen“ ins Wiener Schauspielhaus. Gestaltung: Clara JacquemardFanny Harlfinger-Zakucka – Ur-Mutter feministischer KunstgeschichteAls die New Yorker Kunsthistorikerin Megan Brandow-Faller vor kurzem gefragt wurde, welche Person der Kunstgeschichte sie gerne kennengelernt hätte, fiel ihre Wahl auf die österreichische Künstlerin Fanny Harlfinger-Zakucka, die ihre ersten Erfolge in Wien um 1900 gefeiert hat. "Ich würde sie fragen, ob ihr bewusst war, dass sie eine wegweisende „Ur-Mutter" der feministischen Kunstgeschichte sein würde“, so Megan Brandow-Faller. In Österreich ist der Name Fanny Harlfinger-Zakucka kaum jemandem ein Begriff. Und auch ihre Werke – ihre Pionierleistung auf dem Gebiet des abstrakten Holzdrucks und ihr fortschrittliches Möbel-Design – sind nicht bekannt. Die Ausstellung „Wiener Moderne. Weiblich. Widerständig“ in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems wird das nun ändern. Gestaltung: Dominique GromesFriedl Kubelka – Nicht daheim und doch zu HauseMit 80 Jahren ist Friedl vom Gröller alias Friedl Kubelka eine der wichtigsten Vertreterinnen des österreichischen Experimentalfilms. Ihre Fotoserien werden in den renommierten internationalen Museen ausgestellt, etwa im Pariser Centre Pompidou oder in der Tate Modern in London. An die 150 Kurzfilme hat Friedl vom Gröller realisiert, die in ihrer Poesie und Spontanität an die französische Nouvelle Vague erinnern. Das Belvedere 21 zeigt unter dem Titel „Nicht daheim und doch zu Hause“, bis Anfang Juni neben der Filmarbeit, die Malerei von Kubelka/vom Gröller. Petra Erdmann hat ein Gespräch mit der Künstlerin geführt.Klima Biennale 2026 – Unspeakable WorldsZwischen Kunst, Klimakrise und öffentlichem Raum sucht die zweite Klima Biennale Wien nach neuen Formen der Orientierung. Unter dem Leitmotiv „Unspeakable Worlds“ will das Festival die Komplexität ökologischer, sozialer und politischer Krisen sichtbar machen – im Museum ebenso wie mitten in der Stadt. Am Karlsplatz setzt „(No) Funny Games“ auf Ironie und ästhetische Verführung, im KunstHausWien fragt die Ausstellung „Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures“ nach der politischen, historischen und symbolischen Dimension von Samen und Saatgut. Gestaltung: Kaspar ArensFritz Jergitsch – Populismus verstehen, Freiheit digital neu denkenDer Autor, Volkswirt und Gründer des Satiremagazins „Die Tagespresse“ spricht mit Peter Waldenberger über sein aktuelles Buch „Heulen hilft uns auch nicht weiter. Populismus verstehen – Freiheit digital neu denken.“ Fritz Jergitsch plädiert darin für „einen neuen Liberalismus für das 21. Jahrhundert: mit fairer Teilhabe am Fortschritt, digitaler Demokratie und einem selbstbewussten Bekenntnis zu Freiheit und Rechtsstaat“, wie es im Klappentext heißt.
in Outlook/iCal importieren