Vorgestellt Xavier Sabata und Francesco Tristano
Fr, 14.08. | 11:30-11:55 | Ö1
Ein neues Album mit dem Countertenor Xavier Sabata befasst sich mit der faszinierenden Figur des „Orlando furioso“: Der „rasende Roland“ verliert aus Liebe zur Prinzessin Angelica den Verstand. Das Versepos von Ludovico Ariosto aus dem frühen 16. Jahrhundert war ein beliebter Stoff in der Barockzeit und diente als Vorlage für zahlreiche Opernsujets. Für den Countertenor Xavier Sabata ist der Wahnsinn ein Schutzmechanismus Orlandos, um in einer Wirklichkeit zu überleben, die er als unerträglich empfindet. „Orlandos Geschichte erinnert uns daran, wie wir unser inneres Selbst schützen, wenn die Außenwelt zu harsch erscheint.“ Mit dem Ensemble Le Concert de l’Hostel de Dieu unter der Leitung von Franck-Emmanuel Comte hat Xavier Sabata Orlando-Arien von Fux, Händel, Porpora, Steffani und Vivaldi eingespielt.Einen erstaunlichen Kontrast zum rasenden Roland bietet das aktuelle Album des Luxemburger Pianisten Francesco Tristano. Er hat eine weitere Folge seiner Bach-Reihe vorgelegt: Nach Toccaten, Partiten und Englischen Suiten hat er sich jetzt die sechs Französischen Suiten vorgenommen. Seine Interpretation besticht durch Präzision, Klarheit – im besten Sinne: Einfachheit.
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