Journal-Panorama Alte Konflikte, neue Weltlage
Mi, 30.09. | 18:25-18:55 | Ö1
Am 4. Oktober wählt Bosnien und Herzegowina – und das gleich auf mehreren staatlichen Ebenen. Das Land hat eines der kompliziertesten Wahlsysteme der Welt. Das hängt mit dem Friedensvertrag von Dayton zusammen. Nach dem Bosnienkrieg (1992-95) sollten die Interessen der verschiedenen Ethnien austariert werden, deshalb gibt es zum Beispiel nicht einen Staatspräsidenten, sondern gleich drei. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten, wichtige Projekte zu blockieren. Auch die Auszahlung von EU-Geldern an den Beitrittskandidaten stockt deshalb immer wieder. Der Umgang mit dem Tod des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladic zeigte unlängst, dass die Spaltung zwischen Serben, Bosniaken und Kroaten immer noch alltäglich ist. Geändert hat sich aber die geopolitische Lage. Die USA unter Donald Trump verabschieden sich vom „nation building“, konzentrieren sich mehr auf Wirtschaftsbeziehungen. Was bedeutet das die fragile Sicherheit in Bosnien?Gestaltung: Silke Hahne (ARD)
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