Die Wahrheit Spielfilm Frankreich/Italien 1960 (La vérité)

Fr, 06.02.  |  14:00-16:20  |  ARTE
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  1960

FILMKLASSIKER mit Brigitte Bardot von Henri-Georges Clouzot. Hat Dominique ihren Liebhaber ermordet?

Die schöne Dominique, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, kommt in die große Stadt Paris. Dort verkehrt sie in Studenten- und Künstlerkreisen. Hier trifft sie auch den Musikstudenten Gilbert, in den sie sich unsterblich verliebt. Die unterschiedlichen Temperamente bringen das Liebespaar in große Schwierigkeiten und der Traum von der großen Stadt wird zum Alptraum.

Dominique (Brigitte Bardot) erkennt ihre Liebe zu Gilbert (Sami Frey) und fleht ihn an, bei ihr zu bleiben. Bild: Sender / CPT Holdings Inc
Dominique (Brigitte Bardot) erkennt ihre Liebe zu Gilbert (Sami Frey) und fleht ihn an, bei ihr zu bleiben. Bild: Sender / CPT Holdings Inc
Die schöne Dominique, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, kommt in die große Stadt Paris. Hier trifft sie den Musikstudenten Gilbert, in den sie sich unsterblich verliebt. Henri-Georges Clouzots Film wurde 1961 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. ARTE zeigt diesen Film als Hommage an Brigitte Bardot, die im Dezember 2025 verstorben ist.

Die junge schöne Dominique Marceau muss sich wegen Mordes an ihrem Liebhaber Gilbert Tellier vor dem einem Pariser Schwurgericht verantworten. Die Vorgeschichte wird - wie im Gerichtsfilm üblich - in Rückblenden erzählt.

Der freiheitsliebenden Dominique gelingt es, dem engen und reaktionären Familienleben in der Provinz den Rücken zu kehren und endlich ihren Traum von Paris wahr zu machen - wenn sie auch bei ihrer braven und ehrgeizigen Schwester Annie zusammenleben muss. Sie genießt das legere Stadtleben und diverse Affären - unter anderem mit Gilbert Tellier, einem Freund von Annie. Obwohl Dominique weitere Romanzen eingeht, will der talentierte junge Dirigent sie heiraten. Schließlich erkennt auch sie ihre Liebe für ihn.

Ihre Affären jedoch hat sie weiterhin, und Gilbert verlässt sie deswegen. Dominique versucht, ihr Leben allein zu meistern, doch Geldprobleme treiben sie in die Prostitution. Als Dominique erfährt, dass Gilbert nun mit Annie verlobt ist, taucht sie nachts bei ihm auf und die beiden schlafen miteinander. Gekränkt von Gilberts kalter und entwürdigender Zurückweisung am nächsten Morgen, schießt sie ein paar Tage später auf ihn und versucht, sich selbst ebenfalls zu töten. Sie wird jedoch gerettet und muss sich vor Gericht verantworten.
Die entscheidende Frage, die das Gericht beantworten muss: War es Mord oder Totschlag, Vorsatz oder Affekt?

Der wortgewandte Staatsanwalt, ein Patriarch sondergleichen, wird nicht müde, den Lebenswandel der Angeklagten zur Untermauerung seiner Anklage zu bemühen. Die Zeugen aus dem Umfeld von Dominique und Gilbert, seien es Zeugen der Anklage oder Verteidigung, skizzieren da schon ein nuancierteres Bild der Beziehung der beiden. Im verbalen Schlagabtausch der beiden gegnerischen Parteien prallen unterschiedliche Moralvorstellungen und Lebensentwürfe aufeinander. Ohne Hoffnung auf ein gerechtes Urteil trifft Dominique dann eine Entscheidung.

Darsteller:
Brigitte Bardot (Dominique Marceau)
Charles Vanel (Maître Guérin, Verteidiger)
Sami Frey (Gilbert Tellier)
Paul Meurisse (Maître Éparvier, Ankläger)
Marie-José Nat (Annie Marceau)
Regie: Henri-Georges Clouzot
Drehbuch:
Henri-Georges Clouzot
Véra Clouzot
Simone Drieu
Jérôme Géronimi
Michèle Perrein
Christiane Rochefort
Kamera: Armand Thirard
Produktion:
Han Productions
Raoul J. Lévy
Cutting: Albert Jurgenson

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