Eritrea Zwischen Abschottung und Aufbruch

Sa, 27.06.  |  9:30-10:00  |  Phoenix
Stereo 
Kaum ein Land auf der Welt ist so abgeschottet wie Eritrea. Das Land am Horn von Afrika wird autoritär regiert. Es gibt kaum Zugang zum Internet oder Social Media. Vor allem die Hauptstadt ist noch stark von der italienischen Kolonialzeit geprägt und UNESCO-Weltkulturerbe. Mancherorts scheint die Zeit stehen geblieben, wie zum Beispiel in der Bowlingbahn in Asmara. Sie ist fast 100 Jahre alt und nur einmal renoviert worden.

Trotz internationalem Embargo werden hier Textilien für den Europäischen Markt produziert. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter der Firma Dolce Vita gibt es betriebliche Sozialleistungen, von denen viele in Europa nur träumen können. Aber insgesamt ist die Wirtschaft durch den Konflikt mit dem Nachbarland Äthiopien stark geschädigt worden. Investoren aus dem Ausland bleiben weiter zurückhaltend, weil sie wegen der instabilen politischen Lage Risiken scheuen.

Die Unabhängigkeit vom großen Nachbarn Äthiopien spielt eine wichtige Rolle. Viele Eritreer hoffen immer mehr darauf, dass sich ihre Heimat bald stärker öffnet. Dem Land am Roten Meer kommt angesichts der Weltlage wachsende geopolitische Bedeutung zu. Strategisch wird Eritrea für Europa und die USA zunehmend wichtig.

in Outlook/iCal importieren

Mediathek für Phoenix:

PHOENIX Videos

Senderinfos zu Phoenix:

Phoenix – Kontakt & Infos