kinokino Dein Date mit der Filmwelt

Di, 29.09.  |  23:30-23:45  |  BR
Stereo  Kultur
Themen:
* Tom Cruise als Retter der Menschheit? - "Digger"
* Doris Dörrie und der Pflegeroboter - "Frau Winkler verlässt das Haus"
* Rebell und Weltpolitiker - "Bruno - Der junge Kreisky"

Außerdem zwei Dokumentarfilme: "Watching People Watching Birds" heftet sich Vogelbeobachtern in aller Welt an die Fersen. Und "Über Unterbiberger - Vom Woid in die Welt" begleitet die bayerische Musikerfamilie der "Unterbiberger Hofmusik" auf ihren Konzertreisen in die entferntesten Länder.

* Tom Cruise als Retter der Menschheit? – „Digger“
Er will die Welt retten, obwohl er sie zuvor durch eine Umweltkatastrophe ausgelöst hat. In „Digger“ spielt Hollywoods ewiger Superstar Tom Cruise – in Magnatenkluft und mit Altersmaske kaum wiederzuerkennen – den mächtigsten Mann des Planeten, der sich auf eine verzweifelte Mission begibt. Schräger Stoff über Hybris und Größenwahn, der nicht nur unterhalten, sondern auch gesellschaftskritisch sein will. Gedreht vom vierfachen Oscargewinner Alejandro G. Iñárritu („The Revenant – Der Rückkehrer“), ruhen viele Erwartungen auf dem Komödiendrama. kinokino stellt „Digger“ vor und hat Regisseur Iñárritu und Sandra Hüller, die zum prominenten Cast gehört, interviewt.

* Doris Dörrie und der Pflegeroboter – „Frau Winkler verlässt das Haus“
Nach einem Sturz kommt Jutta Winkler (Angela Winkler) allein nicht mehr zurecht. Weil ihre Tochter Emi (Laura Tonke) beruflich eingespannt ist, soll sich ein Pflegeroboter um die Mutter kümmern. Frau Winkler ist wenig begeistert, aber langsam freundet sich die ehemalige Schauspielerin mit dem Roboter an, der mit ihr Tschechow rezitiert. Und er verspricht ihr Sterbehilfe, sollten sich ihre Werte verschlechtern. Filmemacherin Doris Dörrie geht in ihrer Tragikomödie „Frau Winkler verlässt das Haus“ viele Themen an: Pflege, Sterbehilfe, KI, das Gesundheitssystem, Einsamkeit im Alter. Wo sie in einer technisierten Zukunft Mensch, Maschine und Moral verortet, erzählt sie – zusammen mit Laura Tonke – in kinokino.

* Rebell und Weltpolitiker – „Bruno – Der junge Kreisky“
Bruno Kreisky war einer der einflussreichsten österreichischen Politiker des 20. Jahrhunderts. Alles beginnt in den späten 1920er-Jahren, als der junge und idealistische Bruno Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend werden will. Doch als Sohn reicher jüdischer Eltern nimmt diese ihn nur widerwillig auf. Kurze Zeit später, als die politische Stimmung im Land eskaliert, schlägt seine Stunde: Kreisky, unterstützt von seinen MitstreiterInnen, wird zu einer Leitfigur des Widerstands gegen das faschistische Regime. Das Drama „Bruno – Der junge Kreisky“ ist nicht nur Filmbiografie, sondern auch ein Plädoyer für ein unerschrockenes Entgegentreten gegenüber totalitären Strukturen. Was sich aus Kreiskys Geschichte für die heutigen, politisch aufgeladenen Zeiten ableiten lässt, darüber sprechen in kinokino Regisseur Harald Sicheritz und die Hauptdarsteller Nils Arztmann und Maya Unger.

Außerdem zwei Dokumentarfilme: „Watching People Watching Birds” heftet sich Vogelbeobachtern in aller Welt an die Fersen. Und „Über Unterbiberger – Vom Woid in die Welt“ begleitet die bayerische Musikerfamilie der „Unterbiberger Hofmusik” auf ihren Konzertreisen in die entferntesten Länder.

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