Russlands Schattenarmee in Europa mit GebärdensprachdolmetscherIn
Do, 01.10. | 21:45-22:15 | Phoenix
Mit Dreharbeiten unter anderem in Großbritannien, Polen, Tschechien und Frankreich zeigt die belegt die aktuelle Phoenix-Filmdokumentation von Rainer Fromm die Dimension der Gewalt: Brandstiftungen, Vandalismus und Sabotageakte auf kritische Infrastruktur lassen sich europaweit nachweisen. Der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Nordrhein- Westfalen spricht von einer Strategie der Einschüchterung: All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, dass uns und der Bevölkerung hier gezeigt wird, suggeriert wird. Ihr seid schwach, ihr könnt euch nicht schützen, wir sind überall. Ziel sei es dabei Sorgen und Ängste zu schüren um das Vertrauen in die Regierung zu untergraben und damit letzten Endes vielleicht sogar dazu beizutragen, dass aktuell handelnde Regierungen zum Sturz kommen.
Seit der massenhaften Ausweisung professioneller russischer Agenten greift der Kreml zunehmend auf Handlanger zurück, die in den sozialen Medien für ein oft geringes Honorar angeworben werden, im Fachjargon Low Level Agents. Dabei greife Russland nach einer Analyse des slowakischen Think Tanks Globsec, der die Täterstrukturen systematisch ausgewertet hat, immer wieder auf Menschen mit Vorstrafen zurück, wie die Analystin Dominika Hajdu im Interview untermauert: Tatsächlich haben wir festgestellt, dass viele der an diesen Angriffen beteiligten Kräfte entweder bereits in kriminellen Strukturen tätig sind oder einen kriminellen Hintergrund haben. Eine herausragende Rolle bei der Rekrutierung und Umsetzung der Sabotageakte Telegram, wie Hadju im Arte-Interview hervorhebt: Rund 55% der Kontakte, der Rekrutierungskontakte, die wir nachfolgzogen haben, kamen über Telegram zustande. Das ist die wichtigste Plattform, die Russen nutzen, um ihre Agenten zu rekrutieren.
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