In memoriam Mario Adorf – aktuelle Änderungen im TV
Der Schauspieler ist am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren in Paris gestorben.
Do, 9. April 2026: ZDF
"Mario Adorf – Ein Leben" um 22.15 Uhr
Do, 9. April 2026: ORF
In memoriam Mario Adorf ändert der ORF sein Programm. Neben Berichterstattung in aktuellen „ZIB“-Sendungen und News-Formaten bringen die heutigen Ausgaben von „Kultur Heute“ (19.40 Uhr, ORF III) und „Seitenblicke“ (20.05 Uhr, ORF 2) Nachrufe auf den gestern (8. April 2026) im Alter von 95 Jahren verstorbenen deutschen Schauspielstar, Autor, Sänger und Entertainer sowie sein vielseitiges Schaffen. Ebenfalls heute sendet Ö1 „Im Gespräch“ (21.00 Uhr) die Sendung „Mach weniger – es wird mehr dabei herauskommen!“ aus dem Jahr 2015, die anlässlich Adorfs 85. Geburtstags entstand: Darin sprach der Publikumsliebling mit Renata Schmidtkunz u. a. über seinen Wunsch, Karl Marx zu spielen, und das Ende des Kapitalismus.
Sa, 11. April 2026: ORF
ORF 2 zeigt am Samstag, dem 11. April, das 2019 entstandene einfühlsame Filmporträt „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“ (14.00 Uhr). Darin gewährt der Künstler Regisseur Dominik Wessely exklusive Einblicke in sein Leben und erzählt von seiner Leidenschaft für Theater, Kino, Gesang und das Schreiben von Geschichten. Anschließend ist Adorf in der von Regisseur Nikolaus Leytner inszenierten ORF/ARD-Verfilmung von Pavel Kohouts Roman „Die lange Welle hinterm Kiel“ (14.55 Uhr) – ein Melodram um Schuld und Sühne, Liebe und Vergebung – aus dem Jahr 2011 an der Seite von u. a. Christiane Hörbiger und Veronica Ferres zu sehen.
So, 12. April 2026: ORF
Am Sonntag, dem 12. April, folgt in ORF 2 auf ein Dacapo des Porträts „Es hätte schlimmer kommen können – Mario Adorf“ (im „dokFilm“ um 23.10 Uhr) die mit ORF-Beteiligung und unter der Regie von Urs Egger 2001 entstandene Kinoproduktion „Epsteins Nacht“ (0.05 Uhr), die von der fatalen Begegnung dreier jüdischer Freunde mit ihrem ehemaligen Peiniger aus dem KZ erzählt. Mit Mario Adorf, Bruno Ganz, Otto Tausig, Günter Lamprecht und Annie Girardot in einer Gastrolle standen fünf Charakterdarsteller:innen von Weltrang für dieses Drama um Grundwerte menschlicher Zivilisation, lebenslange Freundschaft und verzehrende Liebe, persönliche Schuld und die Qual der Vergebung vor der Kamera.
Über Mario Adorf
1930 in Zürich geboren, wuchs der Schauspieler bei seiner alleinerziehenden Mutter in der Eifel auf. Wie viele andere deutsche Schauspieler zog es Adorf nach Hollywood, später nach Italien. Bis heute hat er mit seinen legendären Auftritten in rund 200 Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.
Der in Mayen in der Eifel aufgewachsene Schauspieler studierte Theaterwissenschaften und fand früh seinen Platz im deutschen und internationalen Film. Zu seinen ersten großen Erfolgen im ZDF zählen der Fernsehfilm "Die Zwölf Geschworenen" sowie die Serie "Via Mala". Unvergessen bleibt seine Paraderolle als Kaufhaus-Chef Peter Bellheim im ZDF-Vierteiler "Der große Bellheim". Auch mit Produktionen wie "Der Schattenmann", "Die Affäre Semmeling" oder "Das Geheimnis der Wale" prägte Mario Adorf das ZDF-Programm maßgeblich und trug wesentlich zu dessen Erfolg bei.
Sendetermine
Es hätte schlimmer kommen können - Mario Adorf
23:10–0:05 So, 12.04.