Zwei Freundinnen Spielfilm Frankreich/Italien 1968

Mo, 16.02.  |  20:15-21:50  |  ARTE
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  Film, 1968
Auf einer Brücke in Paris liest die reiche und selbstbewusste Frédérique die obdachlose Straßenkünstlerin Why auf. Zu ihrer eigenen Überraschung entwickelt Frédérique eine wachsende Zuneigung zu der undurchdringlichen Why; als die sich in den Architekten Paul verliebt, nimmt das Ganze eine dramatische Wendung. Krimi-Klassiker von Claude Chabrol.

Die wohlhabende Frédérique liest auf einer Pariser Seine-Brücke eine junge Frau auf, die sich mit Pflastermalerei durchs Leben schlägt und kein Zuhause hat. Sie heißt Why. Die schöne, kühle Frédérique fühlt sich von der ebenso schönen, sanften jungen Frau angezogen und nimmt Why mit in ihre Villa in Saint-Tropez. Die beiden Frauen beginnen ein Verhältnis miteinander.
Frédériques Leben in Saint-Tropez ist der Inbegriff des süßen Nichtstun; doch zwischen Roulettetisch und Pokerabend gähnt die Langeweile. Als bei einem Pokerabend ein neuer Gast auftaucht - der Architekt Paul Thomas - und mit Why flirtet, geht sie darauf ein und verbringt mit dem jungen Mann die Nacht.
Frédériques Eifersucht ist geweckt. Sie weiß nicht nur das nächste Rendezvous der beiden zu verhindern, sondern fängt selbst eine Beziehung mit Paul an und lädt ihn ein, mit in die Villa zu ziehen. Why ist nun die von beiden Verlassene, scheint es aber mit Fassung zu tragen. Doch unter der Oberfläche des seltsamen Dreiecksverhältnisses schwelen Eifersucht, Abhängigkeit und Hass - und führen zum tödlichen Ende.

„Zwei Freundinnen“ ist die zehnte Zusammenarbeit von Claude Chabrol mit seiner damaligen Ehefrau Stéphane Audran. Einmal mehr seziert Chabrol anhand des Liebesdreiecks in diesem Film das abgehobene Leben der französischen Bourgeoisie und ihre Abgründe. Den manipulativen Paul spielt der elegante Jean-Louis Trintignant, Audrans erster Ehemann. Audran bekam 1968 für ihre Darstellung den Silbernen Bären.

Darsteller:
Jean-Louis Trintignant (Paul Thomas)
Jacqueline Sassard (Why)
Stéphane Audran (Frédérique)
Nane Germon (Violetta)
Henri Attal (Robègue)
Dominique Zardi (Riais)
Regie: Claude Chabrol
Drehbuch:
Paul Gégauff
Claude Chabrol
Kamera: Jean Rabier
Musikalische Leitung: Pierre Jansen

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