Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Spielfilm Deutschland 1981

So, 29.03.  |  22:30-0:35  |  SWR
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  Film, 1981
Ende der 70er Jahre erschütterte das biografische Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ Deutschland. Es wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Verfilmung von Uli Edel. Am Beispiel von Christiane F. schildert es das Elend von drogenabhängigen Kindern und Jugendlichen, die damals auf den Bahnhöfen und öffentlichen Toiletten der deutschen Großstädte an Heroin zugrunde gingen. Der Titel des Buchs, das zum erfolgreichsten Sachbuch der Nachkriegszeit wurde, nimmt Bezug auf den Berliner Bahnhof Zoo, der in den 70er und 80er Jahren ein zentraler Treffpunkt der West-Berliner Drogenszene war. Deutschland begriff, dass seine Kinder den Halt verloren hatten und sich selbst aus einer Gesellschaft ausschlossen, die sie ablehnten. Die Dokumentation zeichnet das Porträt einer verlorenen Generation.
Christiane F. - Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo: Zunächst schnupft Christiane (Natja Brunckhorst) Heroin – doch wie ihre Freunde greift auch sie irgendwann zur Spritze. Bild: Sender / Solaris Film
Christiane F. - Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo: Zunächst schnupft Christiane (Natja Brunckhorst) Heroin – doch wie ihre Freunde greift auch sie irgendwann zur Spritze. Bild: Sender / Solaris Film
"Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" erzählt die erschütternde, wahre Geschichte einer Halt suchenden Teenagerin, die Mitte der 70er Jahre in Berlin in die Drogenabhängigkeit abgleitet. Zwischen dem sogenannten Baby-Strich, U-Bahnhöfen und stinkigen Toiletten erlebt sie die Hölle.

Berlin-Gropiusstadt, 1975: Die Eltern von Christiane leben getrennt. Gerade hat ihre jüngere Schwester beschlossen, zum Vater zu ziehen, sodass die 13-Jährige nun allein mit ihrer Mutter ist. Wie jeden Abend kommt Klaus, der Freund der Mutter. Christiane fühlt sich zurückgesetzt und trifft sich aus Enttäuschung mit Kessi. Kessi ist schon älter und die Wortführerin in Christianes Klasse. Die Tennisschuhe verschwinden in der Plastiktüte und auf hochhackigen Pumps geht Christiane zum ersten Mal ins Sound - damals "Europas modernste Diskothek". Kessi ist hier jedes Wochenende, kennt alle Typen und wird von allen Seiten gegrüßt. Christiane ist nicht wohl in ihrer Haut. Den ersten Trip, der ihr angeboten wird, lehnt sie ab, sie hat jetzt „noch keinen Bock drauf“. Sie fühlt sich als totale Außenseiterin. In der Toilette nimmt sie dann doch was ein, um mit den anderen mitzuhalten, um dazuzugehören.

Schnell stellt sie fest, dass fast alle ihre neuen Freunde Heroin spritzen. Zu Hause kann ihr keiner helfen, die Mutter, soeben geschieden, hat nur ihren Freund im Kopf und will die Veränderungen, die mit Christiane geschehen, nicht wahrnehmen. So zieht es Christiane mehr und mehr zu ihrer Clique. Jetzt ist auch sie jedes Wochenende im Sound. Für Detlef entwickelt sie ein Liebesgefühl.

Und dann die Sensation - David Bowie kommt nach Berlin! Als das Konzert vorbei ist, snifft Christiane zum ersten Mal Heroin. Von da an ist der Weg zur ersten Spritze nicht weit. Bald spielt sich ihr Leben zwischen Baby-Strich, U-Bahnhöfen und stinkigen Toiletten ab. Aber das ist noch lange nicht das Ende.

Darsteller:
Natja Brunckhorst (Christiane)
Thomas Haustein (Detlef)
Jens Kuphal (Axel)
Rainer Wölk (Leiche)
Jan Georg Effler (Bernd)
Christiane Reichelt (Babsi)
Daniela Jaeger (Kessi)
Kerstin Richter (Stella)
Regie: Uli Edel
Drehbuch: Herman Weigel
Autor:
Kai Hermann
Horst Rieck
Kamera:
Justus Pankau
Jürgen Jürges
Musikalische Leitung:
Jürgen Knieper
David Bowie

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