Opernabend – Aus dem Archiv der Metropolitan Opera Giacomo Puccini: „Manon Lescaut“

Sa, 28.03.  |  19:30-22:00  |  Ö1
Mit Mirella Freni (Manon Lescaut), Peter Dvorsky (Des Grieux), Brian Schexnayder (Lescaut), Italo Tajo (Geronte de Ravoir), Richard Drews (Edmondo) u.a. Metropolitan Opera Chorus, Metropolitan Opera Orchestra; Dirigent: Nello Santi(aufgenommen am 17. März 1990 in der Metropolitan Opera in New York)

Perlen aus dem Archiv der Met. Was die akustisch dokumentierte und für die Nachwelt festgehaltene Vergangenheit betrifft, ist kaum ein internationales Opernhaus der Metropolitan Opera von New York vergleichbar; das Tonarchiv der Met reicht zurück bis in die 1930er Jahre. Schon 1910 hatte man dort erste Versuche unternommen, Aufführungen zu übertragen – kleine Ausschnitte aus Puccinis „Tosca“ und aus Leoncavallos „Bajazzo“ (mit Enrico Caruso). Das Tonsignal war aber äußerst unstabil und die Reichweite sehr gering. In den kommenden beiden Jahrzehnten hat sich die Radiotechnik enorm weiterentwickelt und im Dezember 1931 konnte man dann wirklich ein komplettes Werk senden – Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“; andere Aufführungen in jenen frühen Jahren wurden dagegen nur in Teilen präsentiert.Erst ab der Saison 1933/34 ist es zur Norm geworden, die Matinee-Aufführungen am Samstagnachmittag vollständig auszustrahlen. Während die Met-Saison bereits Mitte/Ende September beginnt, war es über Jahrzehnte üblich, die Radio-Übertragungen erst im Dezember zu starten und bis zum Ende der Spielzeit Anfang Mai wöchentlich fortzusetzen. Vor einigen Jahren hat man aber der Spielzeit eine andere Form gegeben: Aufführungen stehen jetzt von September bis Anfang Februar auf dem Spielplan, dann wird eine rund vierwöchige Pause eingelegt – genau die Zeit, in der New York oft auf Grund von Winterstürmen und extremen Schneefällen im Betrieb lahmgelegt wird – um die Spielzeit danach bis Anfang Juni fortzusetzen. Während der Aufführungsbetrieb pausiert, wird aber dennoch jeden Samstag gesendet, natürlich nicht live, man greift auf das riesige Tonarchiv der Met zurück – und lässt, dies noch nicht allzu lange, Publikumslieblinge des Hauses „wählen“.Bei der Wunsch-Oper der litauischen Star-Sopranistin Asmik Grigorian – Anfang Mai singt sie an der Met die Tatjana in Tschaikowskys „Eugen Onegin“ – handelt es sich um eine umjubelte Aufführung von Puccinis „Manon Lescaut“ aus dem Jahr 1990 – mit der wunderbaren Mirella Freni in der Titelrolle und Peter Dvorsky als Des Grieux, sowie dirigiert von Nello Santi. Auch in Ö1 sind diese „Perlen“ aus dem Met-Archiv zu hören. Seit 1990, somit in der 35. Spielzeit, werden die samstäglichen Matineen der Metropolitan Opera auch in ganz Europa übertragen, dank der European Broadcasting Union.

in Outlook/iCal importieren

Meine Merkliste

Senderinfos zu Ö1:

Ö1 – Kontakt und Infos