Intrada – Festivalmagazin
Fr, 14.08. | 10:05-11:00 | Ö1
„Was feiern wir?“ lautet das offizielle Motto der 50. Festwochen der Alten Musik. Die Künstlerische Direktorin Eva-Maria Sens sagt: „Wir feiern die großen Namen und die leisen Stars. Wir feiern Innsbruck und wir feiern das Publikum. Wir feiern die Vergangenheit und die Zukunft.“ Die Festival-Intrada blickt zusammen mit dem Festival-Team auf die runden Geburtstage, auf Verschollenes und Vergessenes – darunter die Oper „Il pomo d’oro“ von Antonio Cesti, die der musikalische Leiter der Festwochen, Ottavio Dantone, für das diesjährige Festival rekonstruiert hat. Das Werk galt seit seiner Uraufführung 1668 als unaufführbar: 48 Rollen, über acht Stunden Musik, verteilt auf zwei aufeinanderfolgende Abende – zudem ist die Musik zu zwei der fünf Akte verschollen. Aus überlieferten Arien und aus Cestis übrigem Werk hat Dantone die Oper wiederhergestellt. In der Sendung kommen neben Dantone auch Sophie Rennert, Filippo Mineccia und Fabio Ceresa zu Wort. Wiederentdeckungen gab es auch im Eröffnungskonzert der Festwochen auf Schloss Ambras mit dem La Cetra Barockorchester Basel – eine Hommage an den heute weitgehend vergessenen italienischen Komponisten Giovanni Legrenzi, dessen Geburtstag sich am 12. August zum 400. Mal jährt. Anna Bonitatibus erinnert an den Cembalisten Alan Curtis, der die szenischen Opernproduktionen der Festwochen begründet hat. Bei „youngbaroque“ proben Jugendliche aus der ganzen Welt historische Aufführungspraxis. Und mit René Jacobs und Alessandro De Marchi kehren zwei frühere Leiter des Festivals zurück.
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