Eisige Welten Nordpolarmeer

Do, 12.02.  |  4:30-5:15  |  Phoenix
Stereo 
Schmelzwasser hat einen Gletschersee gebildet. Bild: Sender
Schmelzwasser hat einen Gletschersee gebildet. Bild: Sender
Wenn eine Region die Erderwärmung spürt, dann ist es die Arktis. Immer neue Temperatur- und Eis-Minusrekorde werden gemeldet. In den vergangenen 40 Jahren ist die Ausdehnung des sommerlichen Meereises um 50 Prozent zurückgegangen, was für die dortige Fauna besondere Herausforderungen bedeutet. So ist der Eisbär gezwungen, sich andere Jagdgründe zu suchen und tagelang immer größere Strecken schwimmend zurückzulegen.

Die zweite Folge begibt sich zu jenen Tieren, die das nördliche Meereis und die Welt darunter ihre Heimat nennen. Seit Jahrtausenden friert ihr Lebensraum im Winter zu, um im Sommer wieder aufzutauen. An diesen Rhythmus aus Eis und Wasser haben sich die Geschöpfe der Nordpolarregion angepasst.

Doch wenn eine Region die Erderwärmung spürt, dann ist es die Arktis. Immer neue Temperaturrekorde werden gemeldet. In den letzten 40 Jahren ist die Ausdehnung des sommerlichen Meereises um 50 Prozent zurückgegangen, was für die hiesige Fauna besondere Herausforderungen bedeutet. So ist der Eisbär gezwungen, andere Jagdgründe aufzutun und tagelang immer größere Strecken schwimmend zurückzulegen. Es wurden Distanzen von über 400 Kilometern gemessen. Beobachtungsdaten zeigen, dass sich das Problem weiter verschärft. Für Eisbärenmütter mit ihren Jungen birgt der Sommer dabei besondere Herausforderungen. Vor allem auf der geschützten Wrangelinsel, wo im Sommer mehr Polarbären anlanden als an jedem anderen Ort der Welt. Hier tummeln sich hunderte ausgewachsene Männchen, die sich nicht scheuen, in ihrer Not auch die Jungtiere ihrer Artgenossen zu töten. In Zeiten des Überflusses an der Packeiskante gelang es dem Team hingegen auch ungewöhnliche Momente des spielerischen Miteinanders der ansonsten einsamen Vagabunden einzufangen.

Weniger unbeschwert ist es um eine Gruppe von Belugawalen bestellt, die fünf Monate lang im zufrierenden Packeis eingeschlossen ist. Sie überleben ausgehungert in einer winzigen Wassertasche. Mit der Frühjahrssonne kommt ihre Rettung. Auf ihrer Flucht kommt es zu einem ungewöhnlichen Treffen und einer seltenen Interaktion mit Narwalen.

Auch für die Sattelrobben vor der Ostküste Grönlands bedeutet der Frühling der "Startschuss ins Leben", wenn sie das schwimmende Packeis zur Kinderstube für ihre Jungen machen. Der Nachwuchs hat nur wenige Wochen Zeit, um das Schwimmen zu lernen, bevor sie sich selbst überlassen werden. Doch aufgrund des Klimawandels geht nicht nur das Eis zurück, es kommt auch verstärkt zu Stürmen, welche die hilflosen Jungtiere ins Meer stürzen. Und immer noch werden sie zu zehntausenden Opfer von kommerzieller Robbenjagd. Viele sterben, ehe sie stark genug sind, sich selbst zu versorgen.

Der Sommer ist eine Zeit der Fülle im Arktischen Ozean. So ernährt die Planktonblüte beispielsweise Millionen winziger Gespenstkrebse oder auch die Grönlandwale. Im Zuge der Erwärmung und des schwindendenden Packeises werden sie Opfer von Schwertwalen, die jetzt in die Gebiete der Grönlandwale vordringen können. Auch Walrosse müssen neue Wege finden, um mit der sommerlichen Hitze umzugehen.

Sendehinweis:

08.02.2026, 22:30 Uhr

12.02.2026, 04:30 Uhr

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Sendetermine
Eisige Welten

Do, 12.02. um 03:45
Do, 12.02. um 04:30

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