Lebenskunst – Begegnungen am Sonntagmorgen Wärme und Licht

So, 15.02.  |  7:05-8:00  |  Ö1
Gekommen, um zu erfüllen – Aspekte der Bibel +++ Lebenstiefe ist mehr als Lebensqualität – Clemens Sedmak und eine jesuanische Lebensschule +++ Elly und Viktor – Die Geschichte einer Liebe +++ Die Heiligen Dinge des Alltags – oder das Besondere im Gewöhnlichen

Gekommen, um zu erfüllen – Aspekte der Bibel (Matthäus 5,17-37) Am Sonntag, 15. Februar, ist einmal mehr eine Passage aus der sogenannten Bergpredigt für katholische Gottesdienste vorgesehen. Der Autor des Matthäusevangeliums lässt darin Jesus aus Nazareth als Schriftgelehrten seiner Zeit sprechen. Jesus sei nicht gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern, um es zu erfüllen, heißt es da. Dabei, so der katholische Theologe und Religionspädagoge Martin Jäggle, geht es um eine überfließende Gerechtigkeit. Lebenstiefe ist mehr als Lebensqualität – Clemens Sedmak und eine jesuanische Lebensschule Fürs Leben kann man durchaus von Jesus aus Nazareth lernen, meint Clemens Sedmak. Der katholische Theologe, Philosoph und Sozialethiker fragt in seinem jüngsten Buch „Wie leben? Von Jesus lernen“ nach Lebenstiefe und findet Anregungen bei den Autoren der vier Evangelien im Neuen Testament der Bibel. Lebenstiefe, das betont der mehrfache Vater Clemens Sedmak, hängt besonders mit den Bindungen zusammen, die Menschen eingehen. Dazu gehört auch das Übernehmen von Verantwortung, die diese Bindungen verlangen, was keineswegs immer einfach ist. Dass Lebenstiefe mehr ist als Lebensqualität, zeigt etwa das Leben des österreichischen Wehrdienstverweigerers Franz Jägerstätter (1907-1943), für den Christentum und Nationalsozialismus nicht vereinbar waren und der deshalb die Todesstrafe erlitt. Themen, über die Lisa Ganglbaur mit Clemens Sedmak gesprochen hat. Elly und Viktor – Die Geschichte einer Liebe Er, der weltbekannte Psychiater, Neurologe und Begründer der Logotherapie, geboren und gestorben in Wien (1905-1997). Sie, das Mädchen aus Wien-Kaisermühlen, seine Stütze, seine „bessere Hälfte“: Viktor und Eleonore, genannt Elly, Frankl. 1946 – nach Viktor Frankls Überleben in den Konzentrationslagern und bald nach der Veröffentlichung seines Buches „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ – haben die beiden einander in der Wiener Städtischen Poliklinik kennengelernt. 1947 heirateten sie, waren 52 Jahre lang unzertrennlich, wurden als „siamesische Zwillinge“ bezeichnet. „Sie war die Wärme, die das Licht begleitet“, so hat der dem Paar verbundene US-amerikanische Philosoph Jacob Needleman einmal die Beziehung der beiden beschrieben.Ob Viktor Elly Blumen geschenkt hat – am Valentinstag? Dieser Tage, rund um den 14. Februar, wird weit über die römisch-katholischen Kirche hinaus des Heiligen Valentin gedacht. Der „Tag der Liebenden“ geht auf den Märtyrertod des Heiligen Valentin im 3. Jahrhundert zurück. Er soll – so wird überliefert – als katholischer Priester im antiken Rom trotz Verbots Paare nach christlichem Ritus getraut und ihnen Blumen geschenkt haben.Maria Harmer hat vor einigen Jahren ein langes Gespräch mit der mittlerweile einhundertjährigen Elly Frankl (geboren am 6. November 1925) geführt, die nun in einer Seniorinnen- und Senioren-Einrichtung lebt. Hier die Geschichte ihrer Liebe. Die Heiligen Dinge des Alltags – oder das Besondere im Gewöhnlichen Zum Abschluss – und nicht ganz unpassend am Faschingssonntag – ein Augenzwinkern: Was ist heilig an Dingen oder an Menschen? Wird das heilig Sein womöglich als das Besondere gebraucht? Ja, meint der Journalist und Schriftsteller Herbert Maurer. Denn die Gesellschaft lebe von der Seele, dem Wahrnehmungsvermögen für das Besondere, das Dinge und Menschen vermitteln können. In insgesamt vier Folgen widmet sich Herbert Maurer „Heiligen Dingen“ und reflektiert sie. Diesmal ist es der Hammer, der im Laufe der Geschichte auch als Symbol sehr verschiedener Strömungen eine Rolle gespielt hat und spielt.

in Outlook/iCal importieren