Der radio3 Atelier Talk Die Sendung mit der Kunst und der Wissenschaft

So, 29.03.  |  23:15-0:15  |  RBB
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Der Klimawandel ist da - und mit ihm die Frage: Sollen wir ins Wetter eingreifen? Im radio3 Atelier Talk spricht Moderatorin Siham El Maimouni mit Jerszy Seymour, der mit "Mutuogenesis" im Kunstgewerbemuseum eine "lebendige soziale Skulptur" für gemeinsames, nachhaltiges Handeln schafft, Danielle de Picciotto, die mit "Am Puls der Zeit" künstlerische Blicke auf die Klimakrise versammelt hat, und Prof. Dr. Uwe Ulbrich, Meteorologe und Klimaexperte an der Freien Universität Berlin, der Wetterextreme und mögliche Eingriffe in Wolken und Niederschlag erforscht.

In der fünften Ausgabe des radio3 Atelier Talks fragt Moderatorin Siham El Maimouni: Sollen wir Menschen wirklich ins Wetter eingreifen - zum Beispiel mit Cloud Seeding, also künstlichem Regen aus der Wolke? Und wie verändert der Klimawandel unseren Blick auf Städte, Landschaften und unser Zusammenleben, wenn Wetterextreme zum Alltag werden?

Zu Gast sind der Designer und Künstler Jerszy Seymour, die Künstlerin und Kuratorin Danielle de Picciotto und der Meteorologe Prof. Dr. Uwe Ulbrich von der Freien Universität Berlin.

Jerszy Seymour ist bekannt für seine experimentellen Möbel, Installationen und Raumkonzepte, die wie Prototypen für andere Formen des Zusammenlebens wirken. Mit seiner aktuellen Ausstellung "Mutuogenesis" im Kunstgewerbemuseum Berlin entwickelt er eine "lebendige soziale Skulptur": Einen Raum aus wiederverwerteten Materialien, in dem ausprobiert wird, wie eine solidarische, klimabewusste Gesellschaft aussehen könnte - vom Umgang mit Ressourcen bis zu neuen Formen des Miteinanders.

Danielle de Picciotto prägt seit Jahrzehnten die Berliner Kunst und Musikszene - als Zeichnerin, Musikerin, Performerin und Kuratorin. In der Ausstellung "Am Puls der Zeit" im Neurotitan brachte sie künstlerische Positionen zur Klimakrise zusammen und zeigte, wie Kunst Angst, Wut, Hoffnung und Erschöpfung rund um das Thema Klima sichtbar machen kann. Ihre eigenen Arbeiten erzählen von Verletzlichkeit, inneren Landschaften und der Frage, wie wir uns eine Zukunft vorstellen, die nicht nur aus Katastrophenbildern besteht.

Prof. Dr. Uwe Ulbrich erforscht an der Freien Universität Berlin Unwetter, Stürme und die Spuren des Klimawandels im täglichen Wetter. Er beschäftigt sich mit Extremereignissen wie Starkregen, Hitze oder Stürmen - und damit, was sie für eine Stadt wie Berlin bedeuten: überflutete Straßen, Hitzetage, Schäden an Infrastruktur.

Gemeinsam sprechen wir über Fragen wie: Darf der Mensch das Wetter gezielt steuern, um sich vor den Folgen der eigenen Emissionen zu schützen? Zum Beispiel durch technische Eingriffe wie Cloud Seeding? Welche Nebenwirkungen und politischen Konflikte entstehen, wenn manche Regionen "Regen bestellen" und andere leer ausgehen? Und welche Rolle spielen Kunst und Gestaltung, wenn es darum geht, die Klimakrise öffentlich sichtbar und verhandelbar zu machen? Ein Gespräch über Wetterextreme, soziale Skulpturen und Bilder einer zukünftigen Welt.

Moderation: Siham El-Maimouni

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