Deutschstunde Fernsehfilm, Deutschland 2019
„Deutschstunde“ nach dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz. Ulrich Noethen spielt den Polizisten Jepsen, Tobias Moretti den Maler Nansen und Levi Eisenblätter den jungen Siggi.
Mit Siegfried Lenz' Roman "Deutschstunde" (1968) verfilmte Regisseur Christian Schwochow einen der großen Welterfolge der deutschen Nachkriegsliteratur für das Kino. Es geht um Repression und die Zerstörung menschlicher Beziehungen in einem autoritären System. Zugleich hat der Stoff überzeitliche Qualität: Zwei Freunde werden erbitterte Feinde, und zwischen ihnen steht ein elfjähriger Junge, der von beiden geliebt werden will.
Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Siggi Jepsen, ein junger Mann, muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz schreiben zum Thema "Die Freuden der Pflicht".
Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen.
Dieser zählte als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf und war den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben.
Während des Zweiten Weltkrieges muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist.
Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend.
Darsteller:
Ulrich Noethen (Jens Ole Jepsen)
Tobias Moretti (Max Ludwig Nansen)
Levi Eisenblätter (Siggi Jepsen)
Johanna Wokalek (Ditte Nansen)
Sonja Richter (Gudrun Jepsen)
Literarische Vorlage: Siegfried Lenz
Regie: Christian Schwochow
Drehbuch: Heide Schwochow
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