In Teil 3 der vierteiligen ORF-III-Dokumentationsreihe beschreibt Journalistenlegende Hugo Portisch die Zeit vom Ende des Weltkriegs im Jahr 1945 bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist Europa in zwei Hälften zerfallen, in Ost und in West. Der Kontinent wird in der Zeit des Kalten Kriegs zum Spielball der beiden Supermächte USA und Sowjetunion. Auf der anderen Seite wird die Wirtschaft in den westeuropäischen Ländern durch den amerikanischen Marshall-Plan wiederaufgebaut und entwickelt sich gut. Außerdem formiert sich im Westen ein Zusammenschluss, der sich zu einer gemeinsamen Union weiterentwickelt. Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Länder gründen auf Initiative eines Mannes aus der Wirtschaft, Jean Monet, zunächst die Montanunion. Das bedeutet die Unterstellung aller Kohle- und Stahlbetriebe unter gegenseitiger Kontrolle, woraus sich die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, die EWG und in Folge das Friedens- und Wirtschaftsprojekt der Europäischen Union entwickeln. Nachdem in Osteuropa mehrere Jahrzehnte jede Volkserhebung mit Gewalt niedergeschlagen und jeder demokratische Prozess im Keim erstickt wird, beginnt in den 1980er Jahren das starre System zu bröckeln. Dies wird nicht zuletzt durch einen Machtwechsel in der Sowjetunion ermöglicht, denn der neue starke Mann, Michael Gorbatschow, lässt Erneuerung zu. Im Jahr 1989 ist es schließlich soweit: der Eiserne Vorhang fällt.
Regie:
Karo Wolm
Alfred Schwarz
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