Lebenskunst – Begegnungen am Feiertag Über die Zuversicht

Mo, 06.04.  |  7:05-8:00  |  Ö1
Vielleicht der erste Osterspaziergang – Aspekte der Bibel (Lukas 24, 13-35) – mit Erzbischof Josef Grünwidl +++ Nicht nur zur Weihnachtszeit – Osterkrippen und ihre Bedeutung +++ Gewelltes Haar, hellhäutig und blauäugig? – Wie Jesus von Nazareth tatsächlich ausgesehen haben mag +++ Über die Zuversicht – Was in schweren Zeiten tragen kann

Vielleicht der erste Osterspaziergang – Aspekte der Bibel(Lukas 24, 13-35) Wie es kommen kann, unterwegs, im Gespräch – und dann beim Zusammensitzen und miteinander das Brot Teilen eine Auferstehungserfahrung zu machen, davon erzählt ein besonderer Abschnitt im Neuen Testament der Bibel. Er befindet sich im Lukasevangelium und schildert eine Begegnung, die zwei der Anhänger von Jesus nach dessen Tod auf dem Weg von Jerusalem ins Dorf Emmaus erleben. Der Text ist für katholische Gottesdienste am Ostermontag vorgesehen, für „Lebenskunst“ macht sich der neue Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, Gedanken dazu. Nicht nur zur Weihnachtszeit – Osterkrippen und ihre Bedeutung Ochs und Esel sucht man in diesen „Krippen“ vergeblich, dafür sind der Auferstandene, die Kreuzigung und vielleicht sogar das Letzte Abendmahl zu sehen: Wie zu Weihnachten werden da und dort die biblischen Erzählungen auch zu Ostern mit kleinen Figuren nachgestellt. Besonders populär waren sie in der Zeit des Barock, im 17. und 18. Jahrhundert – bis ihnen Kaiser Joseph II. im Sinne der Aufklärung ein Ende bereiten wollte. Ganz verschwunden sind sie freilich nie und heute erfreuen sie sich wieder wachsender Beliebtheit. Die einstmalige Absicht dahinter: In der Zeit der „Gegenreformation“ sollte den Menschen der katholische Glaube auf eine besonders sinnenfreudige Art und Weise wieder nähergebracht werden, um sie von der eher nüchternen, protestantischen Form zu entfernen. Markus Veinfurter hat sich mit einem Krippenbaumeister darüber unterhalten. Gewelltes Haar, hellhäutig und blauäugig? – Wie Jesus von Nazareth tatsächlich ausgesehen haben mag Er gilt als die meistdargestellte Person der westlichen Kunstgeschichte; seit Jahrhunderten – durch alle Epochen – gibt es Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen von ihm. Und so tragen die meisten Menschen ein Bild in sich. Doch: Der Bart, das gewellte lange Haar und die blauen Augen, davon war der historische Jesus wohl ziemlich weit entfernt. Wie kommt es dann zu dieser gängigen Darstellung, wie hat sie sich im Laufe der Geschichte verändert – und wie könnte Jesus tatsächlich ausgesehen haben? Lukas Wagner und Andreas Mittendorfer haben beim katholischen Theologen und Bibelwissenschafter Andrew Doole nachgefragt – sowie beim orthodoxen Erzpriester und Ikonenmaler Chrysostomos Pijnenburg. Über die Zuversicht – Was in schweren Zeiten tragen kannWie kann es gelingen, in belastenden, schier aussichtslosen Situationen eine zuversichtliche Einstellung zum Leben zu bewahren? Oder zurück zur Zuversicht zu finden, wenn sie zwischenzeitlich verloren gegangen ist – auch angesichts von Kriegen und Katastrophen, die die große sowie die persönliche Welt erschüttern? Brigitte Krautgartner hat rund um das Hoffnungsfest Ostern dazu mit Roswitha Zink gesprochen, der Begründerin des Kinderhospizes „Lichtblickhof“ in Wien und Niederösterreich – sowie mit dem Künstler- und Künstlerinnenseelsorger, dem Jesuiten Pater Gustav Schörghofer. In „seiner“ Kirche, der Jesuitenkirche in Wien, ist die Fastenzeit hindurch bis Ostern ein monumentales Fastentuch des Künstlers Ronald Kodritsch aufgehängt, auf dem unter anderem eine Riesenkartoffel zu sehen ist: Es ist, so Gustav Schörghofer, „ein zeitgenössisches Statement, das in einer von Reizüberflutung geprägten Welt dabei helfen will, die Schönheit und den Zauber in den scheinbar banalen Momenten des Lebens zu entdecken“.

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