The Chinese Dream - 24h junges China Ein Tag mit Paintboxern, Influencern und Millionären

So, 29.03.  |  4:00-4:45  |  Phoenix
Stereo  2026
Wovon träumen junge Chinesinnen und Chinesen? Welche Hoffnungen und Ziele haben sie? Glauben die Enkel der Aufstiegsgeneration noch an Fortschritt durch Arbeit und Wohlstand für alle? Die ZDF-Korrespondentinnen Elisabeth Schmidt und Miriam Steimer begleiten junge Menschen in China einen Tag und eine Nacht lang. Sie treffen Aussteigerinnen in entlegensten Dörfern, frisch gebackene Selbstständige, Zweifler und Quereinsteiger in den glitzernden Mega-Metropolen auf der Suche nach den Gesichtern und Geschichten hinter dem von Staats- und Parteichef Xi Jinping ausgerufenen chinesischen Traum.

Wovon träumen junge Chinesinnen und Chinesen? Welche Hoffnungen und Ziele haben sie? Glauben die Enkel der Aufstiegsgeneration noch an Fortschritt durch Arbeit und Wohlstand für alle? Die ZDF-Korrespondentinnen Elisabeth Schmidt und Miriam Steimer begleiten junge Menschen in China einen Tag und eine Nacht lang. Sie treffen Aussteigerinnen in entlegensten Dörfern, frisch gebackene Selbstständige, Zweifler und Quereinsteiger in den glitzernden Mega-Metropolen auf der Suche nach den Gesichtern und Geschichten hinter dem von Staats- und Parteichef Xi Jinping ausgerufenen chinesischen Traum.

Fang Jintao ist 23 und lebt in Shenzhen in Südchina. Er hat "was mit Medien" studiert, sich selbstständig gemacht und ist pleite gegangen. Um seine Schulden abzuzahlen, ist er ins Familiengeschäft eingestiegen: mit mehreren Streetfood-Wagen verkaufen sie Selbstgekochtes. Doch die wilden Streetfood-Stände passen nicht ins Image der hochmodernen Mega-Metropole Shenzhen. Dort haben viele Technologie-Unternehmen ihren Sitz und die Mitarbeiter arbeiten nach dem Motto "996": von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends an 6 Tagen die Woche. Fang Jintaos Familie will ein eigenes festes Restaurant eröffnen, in der Baustelle stecken alle Ersparnisse, und Fang Jintao hat Bedenken: "Ich mache mir Sorgen, dass es nicht gut laufen wird und dass wir nach dieser Investition nicht die Belohnung bekommen, die wir verdienen."

Ein Leben lang so hart zu arbeiten wie seine Eltern, das will Fang Jintao für sein Leben nicht. Einen SUV hat er schon. Jetzt träumt er nur noch davon, wieder sein eigener Chef zu sein. Davon, dass andere für ihn arbeiten. Und ihm helfen, gutes Geld zu verdienen.

Künstler Liu Wie boxt mit seiner Schülerin Er Ma bunte Farben mit viel Kraft an weiße Wände. Er hilft ihr, sich auf die Aufnahmeprüfung an einer der besten Kunst-Unis des Landes vorzubereiten. Seine Schülerin kommt aus einer traditionellen Familie: "Ich möchte eine bessere Ausbildung, eine bessere Ausgangslage, um meiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen." Sie möchte nicht so viel Druck haben, wenn sie mal mit ihrer Kunst eine Arbeit finden wird: "Wenn ich zum Beispiel irgendwohin verreisen möchte, will ich einfach spontan Urlaub haben können." Angst, dass sie das nicht erreichen könnte, hat Er Ma mit ihren 23 Jahren nicht. Nur die Großstädte gefallen ihr nicht: viel zu stressig.

So wie A Diao (25), der zurück in sein kleines Dorf Bangan nach Südchina gegangen ist. Der ganze Stolz der Eltern war, dass er in der Stadt studieren konnte. Aber bei einem Praktikum in einem Finanzunternehmen merkte er, dass Büroarbeit nichts für ihn ist. Deswegen baut er jetzt Gemüse an, wie seine Eltern, aber vor allem postet er für seine 100.000 Follower Dorf-Content auf TikTok und Co. Social Media ist seine Einnahmequelle und vielleicht schafft er es, darüber auch eines Tages Landwirtschafts-produkte zu verkaufen. "Ich habe keine großen Ambitionen", sagt A Diao. "Ich will einfach genug Geld zum Leben haben, damit ich das tun kann, was mir gefällt." Seine Eltern möchten nicht, dass er mit einem abgeschlossenen Studium so lebt. Aber er lebt seinen eigenen Traum.

Unterschiedlich, optimistisch und individuell sind die Träume der jungen Leute aus verschiedenen Milieus, die in diesen Filmen ihre Geschichten selbst erzählen. So erfährt der Zuschauer von der 28-jährigen Self-Made-Woman Lin Qiubing, dass sie mit 28 bereits programmieren gelernt, drei Unternehmen gegründet hat und eine KI-Firma leitet: "Ich habe das Gefühl, dass ich alles versuchen kann und alles erreichen kann, was ich mir vornehme." Nur in den USA leben noch mehr Superreiche als in der Volksrepublik. Lin Qiubing hat sich ihr Vermögen hart erarbeitet und ist stolz darauf. Sie nimmt das ZDF-Team mit auf ihre Jacht, wo erfolgreiche Unternehmer und Sponsoren Party machen und netzwerken, Durchschnittsalter 25.

Außerdem begleitet das ZDF-Team im ersten Teil noch Wanqing. Sie fährt für einen Kurierdienst im heftigen Verkehr von Peking Essen aus,

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