phoenix plus Unter Druck: Wie verteidigungsbereit ist Europa?
Fr, 10.04. | 13:15-13:45 | Phoenix
In Skandinavien setzt man auf Abschreckung und Wachsamkeit: Dänemark investiert massiv in neue Kampfjets und die Marine rückt wegen der russischen Schattenflotte in den Fokus. Finnland und Schweden sind neu der NATO beigetreten. Wie die nordischen Staaten reagieren, zeigt Henner Hebestreit. In Großbritannien prägen hybride Angriffe, Sorgen um die eigene Verteidigungsfähigkeit und neue Nähe zur EU die Debatte trotz Brexit. Wolf-Christian Ulrich zeigt, warum Europa die Briten braucht und umgekehrt.
Derweil ringt Frankreich derweil mit seinem Anspruch als militärische Führungsmacht. Präsident Macron setzt auf Aufrüstung und einen neuen Freiwilligendienst, doch Debatten über Wehrpflicht, Kosten und europäische Rüstungsprojekte zeigen die gesellschaftlichen Spannungen und die Diskrepanz zwischen strategischem Anspruch und nationalen Interessen, berichtet Anna Warsberg aus Paris.
Polen geht gleichzeitig einen klaren Weg: massive Aufrüstung, geschlossene Grenzen und eine stark eingebundene Zivilgesellschaft. Tausende lassen sich freiwillig für Krisenfälle schulen Abschreckung durch militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz. Spanien hingegen agiert deutlich zurückhaltender. Trotz NATO-Engagement ist Sicherheit gesellschaftlich kein zentrales Thema, erklärt Kristina Böker. An Europas östlicher Grenze rüsten dagegen die baltischen Staaten deutlich auf militärisch und zivil. Estland denkt Verteidigung bis in die Moorlandschaft, Litauen schult schon Kinder im Umgang mit Drohnen. Natali Steger berichtet aus einer Region, in der hybride Bedrohungen längst Alltag sind.
Sendehinweis: 28.02.2026, 13:30 Uhr
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