Montagskino im ZDF

Elvis

Mo, 25.05.  |  22:00-0:25  |  ZDF
Untertitel/VT Hörfilm/AD  Biographischer Film, USA/Australien 2022 Länge: 145 Min.

Mitreißendes Biopic über das Leben des „King“: Musikmanager Colonel Parker (Tom Hanks) trifft in den 50er-Jahren auf den jungen Elvis Presley (Austin Butler) …

Kino-Magier Baz Luhrmann zündet ein furioses Feuerwerk und setzt Elvis Presley ein opulentes Denkmal. In rauschenden Bildern feiert er den King of Rock’n’Roll. Austin Butler brilliert als Elvis, Tom Hanks als dessen umstrittener Manager Parker und Olivia DeJonge in der Rolle von Priscilla, der großen Liebe des Superstars.

Elvis Presley wächst mit Blues- und Gospelmusik auf, die ihn beeinflusst. Colonel Tom Parker entdeckt den jungen Sänger und präsentiert ihn in seiner Show, mit der er durch die USA tingelt. Mit seinen bahnbrechenden Auftritten sorgt Elvis für Begeisterungsstürme. Als die Gewalt gegen die schwarze Bevölkerung eskaliert, rät ihm Parker, sich nicht zu äußern. Während seines Militärdienstes in Deutschland lernt er Priscilla, die Liebe seines Lebens, kennen. Schließlich startet Elvis die legendäre Konzertreihe in Las Vegas, sein Lebensstil wird aber zunehmend selbstzerstörerisch.

Elvis (Austin Butler). Bild: Sender / 2022 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved
Elvis (Austin Butler). Bild: Sender / 2022 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved

Die Haut weiß, der Rhythmus schwarz, die Bewegungen zuckend, die Frauen kreischend – Regisseur Baz Luhrmann blickt zurück auf das bewegte Leben einer Legende: Elvis Presley.

Elvis, der Showman und sein Manager Colonel Tom Parker, der Snowman – der eine ein Künstler, der andere ein gerissener Geschäftsmann. Die wilde Melange aus Musik und Kommerz wird ein Strudel, der am Ende beide in den Abgrund reißt. Die Musik bleibt. Ewig.

Der junge Elvis (Kind: Chaydon Jay, erwachsen: Austin Butler) wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, der Vater (Richard Roxburgh) muss eine Zeitlang sogar ins Gefängnis. In seinen Träumen sieht sich der Junge als Superman und Retter der Familie. Während in den USA noch die Rassentrennung herrscht, lauscht Elvis Aaron Presley heimlich der schwarzen Musik, die in der Beale Street von Memphis gemacht wird, beobachtet die rhythmischen Bewegungen der Tänzer und Tänzerinnen.

Beides wird in seinen eigenen Stil einfließen und ihn zum Star machen – zum meistverkauften Solokünstler der Welt. Colonel Tom Parker (Tom Hanks) scheint der Richtige zu sein, das Ausnahmetalent als Manager zu begleiten. Dafür streicht Parker die Hälfte aller Einnahmen von Elvis ein. Lange Zeit ein gutes Geschäft, doch die Balance beginnt zu kippen, nachdem Elvis mit Priscilla (Olivia DeJonge) eine Familie gegründet hat und sich wünscht, eine Welttournee zu starten.

Außerdem wird der Star, der mittlerweile regelmäßig in Vegas auftritt, immer abhängiger von Aufputschmitteln, um die körperlichen Strapazen seiner Shows durchzustehen. Mit 46 Jahren ist er am Ende.

Austin Butler und Tom Hanks triumphieren in dem zu Teilen collageartigen Film, dessen Team bei der Premiere in Cannes tosenden Beifall erhielt.

Gegen Ende zitiert Elvis die Geschichte vom Vogel ohne Beine, der im Flug schläft und nur einmal in seinem Leben landen kann – wenn er stirbt. Eine Metapher für ein rastloses Leben. Kinogänger und Cineasten kennen sie bereits aus "Days of Being Wild", Wong Kar-wais Film von 1990.



Darsteller:
Austin Butler (Elvis)
Chaydon Jay (Elvis (jung))
Tom Hanks (Colonel Tom Parker)
Olivia DeJonge (Priscilla)
Helen Thomson (Gladys)
Richard Roxburgh (Vernon)
Kelvin Harrison Jr. (B.B. King)
David Wenham (Hank Snow)
Kodi Smit-McPhee (Jimmy Rodgers Snow)
Luke Bracey (Jerry Schilling)
Chaydon Jay (Elvis (jung))
Kamera: Mandy Walker
Schnitt:
Jonathan Redmond
Matt Villa
Animation: Baz Luhrmann
Buch:
Jeremy Doner
Sam Bromell
Craig Pearce, Baz Luhrmann
Regie: Baz Luhrmann
Musik: Elliott Wheeler

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