Papillon Spielfilm, USA 1973
Mitreißend dramatische Neuverfilmung des autobiographischen Romans von Henri Charrière, der in den 1930er Jahren zu lebenslanger Haft auf der Teufelsinsel in Französisch-Guayana verurteilt wurde. Charlie Hunnam befreundet sich als 'Papillon' mit Oscarpreisträger Rami Malek, der ihm seine dramatischen Fluchtversuche finanzieren soll.
Frankreich, Beginn der 1930er Jahre. Der als Papillon bekannte Tresorknacker Henri Charrière wird wegen eines Mordes, den er nicht begangen hat, zu lebenslanger Haft verurteilt. Auf dem Weg in die berüchtigte Strafkolonie St. Laurent in Französisch-Guayana trifft er mit dem Fälscher Louis Dega eine Vereinbarung. Papillon will Dega vor brutalen Mithäftlingen schützen, wenn dieser ihm im Gegenzug die Fluchtversuche finanziert.
Marseille 1930: Etwa 100 Gefangene werden in die Strafkolonie Guayana deportiert. Unter ihnen Henri Charrière - auf seiner Brust ein Schmetterling-Tattoo, das Zeichen für Freiheit.
Die Delinquenten sollen nach Verbüßung ihrer Haftstrafe als Kolonisten verbleiben. Henri hat angeblich einen Zuhälter erstochen. Schon während der Überfahrt denkt er an nichts anderes als an seine Flucht. Hierfür freundet er sich mit dem Betrüger Louis Dega an.
Mit dessen Geld will er die Gefängniswärter der Strafkolonie bestechen. Der Plan scheint zu funktionieren, doch Henri wird verraten und schmachtet nach seinem gescheiterten Ausbruch lange Zeit in Einzelhaft. Durch die Vermittlung eines Röntgenarztes startet Henri, diesmal gemeinsam mit Louis, einen zweiten Fluchtversuch, der unter einem günstigen Stern zu stehen scheint. Auf einer entlegenen Leprastation schenken Aussätzige den Flüchtlingen Geld für ein Segelboot, mit dem sie bis nach Honduras gelangen. Während Louis dort verhaftet und nach Guyana ausgeliefert wird, kann Henri sich zunächst in einem Kloster verstecken. Durch den Verrat der Äbtissin landet auch er wieder im Straflager. Die Jahre ziehen ins Land, seine Haare sind inzwischen ergraut, doch Henri wird sein Leben niemals in Gefangenschaft beenden.
Oscarpreisträger Franklin J. Schaffner ("Patton - Rebell in Uniform") inszenierte diesen großen Publikumserfolg der 1970er-Jahre nach dem autobiografischen Roman von Henri Charrière. Der bildgewaltige Gefangenenfilm geißelt die unmenschlichen Haftbedingungen in der französischen Strafkolonie Guyana. Von Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten dort mehrere Zehntausend abgeschobene Kriminelle unter Bedingungen, die mit sibirischen Arbeitslagern vergleichbar sind. Steve McQueen als unbeugsamer Ausbrecher und Dustin Hoffman in der Rolle des Gebrochenen, der sich mit der Unfreiheit arrangiert, überzeugen durch glänzende Darstellerleistungen.
Darsteller:
Steve McQueen (Henri "Papillon" Charrière)
Dustin Hoffman (Louis Dega)
Victor Jory (Häuptling der Indios)
Don Gordon (Julot)
Anthony Zerbe (Toussaint)
Robert Deman (Maturette)
Woodrow Parfrey (Clusoit)
Bill Mumy (Lariot)
Ratna Assan (Zoraima)
Regie: Franklin J. Schaffner
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