Vorgestellt Les Arts Florissants mal zwei
Do, 13.08. | 11:30-12:00 | Ö1
Mit „Köthen“ ist das dritte Album der Reihe „J. S. Bach. A Life in Music“ erschienen. Darauf wendet sich das Ensemble Les Arts Florissants unter Paul Agnew jenen Jahren Bachs zu, die dieser in Köthen verbrachte (1717-1723). Dort entstanden vorrangig Instrumental- und weltliche Vokalwerke des Komponisten, wie etwa die Orchestersuite Nr. 2 oder das 5. Brandenburgische Konzert. Das Ensemble orientiert sich bei der Aufnahme an den originalen Besetzungen und zeigt sich in der Recherche gewohnt akribisch: „Wir schauen uns die alten Rechnungen an, erfassen die Zahl der entlohnten Geiger und formen danach unser Ensemble.“ Angepasst wird diese Besetzung durch das Wissen um die damalige Praxis, etwa die, dass Musiker oft mehrere Instrumente spielten. Entstanden ist ein Album, das die Zeit Bachs vor seinem Engagement in Leipzig abbildet. Haydn wiederum steht im Mittelpunkt des zweiten Albums dieses Ensembles, das hier unter der Leitung seines „Chefs“ und Gründers William Christie zu hören ist. Die Harmoniemesse sowie die Missa brevis Sancti Joannis de Deo wurden dafür eingespielt – Zwei geistliche Werke dieses Komponisten und frommen Katholiken, zwischen denen gut 25 Jahre stehen, in denen sich Haydn beachtlich weiterentwickelt hat. Diese Entwicklung wird in der vorliegenden Aufnahme deutlich gemacht.
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