Dampfnudelblues. Ein Eberhoferkrimi Spielfilm Deutschland 2013
So, 11.10. | 2:55-4:20 | WDR
2013
Bayrischer TV-Krimi mit starker Österreich-Beteiligung: Robert Palfrader, Nina Proll, Michael Ostrowski. Es ermitteln Polizeihauptmeister Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) und sein Ex-Kollege Rudi Birkenberger (Simon Schwarz).
Ein urbayerisches Ermittlerduo: Polizeihauptmeister Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel, re.) und sein Ex-Kollege Rudi Birkenberger (Simon Schwarz). Bild: Sender/Constantin
Doch normalerweise stört außer den Beatles und der Sippschaft seines ungeliebten Bruders nichts Franz' Ruhe. Das Leben im heimeligen Niederkaltenkirchen ist beschaulich - bis sich die Ereignisse überschlagen: An der Hauswand des Schuldirektors Höpfl steht plötzlich "Stirb Du Sau!" und kurz darauf liegt der Rektor tot auf den Bahngleisen! Selbstmord? Mord? Dass der Rektor einer der unbeliebtesten Menschen in Niederkaltenkirchen und im ganzen Umkreis war, ist schnell ermittelt. Nicht nur Höpfls Schwester mied den Kontakt zu ihm, auch die gesamte Schülerschaft war ihm feindlich gesinnt. Das macht es natürlich nicht leichter, denn dadurch ist die Liste der Verdächtigen erst einmal ziemlich lang.
Während die Kripo und Franz' Dienststellenleiter Moratschek aufgrund zahlreicher Indizien recht bald von Selbstmord Höpfls ausgehen, glaubt Franz, der plötzlich merkt, dass mehr Ermittlerleidenschaft in ihm schlummert als in seinem Job in Niederkaltenkirchen üblicherweise gefordert ist, an Mord. Und genauso denkt auch Franz' früherer Kripokollege aus München, mit dem er einst ein Ermittlerteam bildete: Rudi Birkenberger, der sein Dasein mittlerweile aber als Kaufhausdetektiv fristet, nachdem er damals gemeinsam mit Franz vom Dienst bei der Kripo suspendiert worden war, weil er im Affekt auf einen Kinderschänder geschossen hatte.
Anders als bei Franz ist Rudis Suspendierung jedoch dauerhaft. Rudi ist mehr als froh, als Franz sich bei ihm meldet und ihn in seine nicht ganz amtlichen Ermittlungen einbezieht. Dass Franz dabei seine eigentlichen Aufgaben vernachlässigt, nämlich sich um Veranstaltungsschutz und Verkehrssünder zu kümmern oder nervige Nachbarschaftsstreitereien zu schlichten, bleibt seinem Chef Moratschek nicht lange verborgen. Doch dann taucht eine zweite Leiche auf, der junge Junkie Marcel. Die Eltern des Toten kennt Franz von früher: Bruno war vor fast 20 Jahren spurlos aus Niederkaltenkirchen abgehauen als seine Freundin Angie schwanger war, und ist vor Kurzem überraschend wieder zurückgekehrt. Der Fall wird noch komplizierter, als sich herausstellt, dass Marcel anscheinend mit Höpfl in Verbindung gestanden hat.
Regie: Ed Herzog
Kamera: Sebastian Edschmid
Buch: Christian Zübert
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