„Schönheit“ ist ein Kind der Zeit, das merkt man rasch, wenn man sich die Ideale verschiedener Epochen ansieht. Ob Mann oder Frau, der Habitus scheint über die Jahrzehnte von einem Extrem ins andere zu pendeln. Körperform und Frisur, auch Mode ziehen hier jeweils mit. Alexander Frohner hat sich für diese neue Ausgabe von Erbe Österreich mit den wandelnden Schönheitsidealen der österreichischen Geschichte auseinandergesetzt. Mit dem Aufstieg der Kaufhäuser und der Verbreitung von Konfektionsgrößen wurde Kleidung erstmals in standardisierten Maßen produziert. Der menschliche Körper begann, in Zahlen gefasst zu werden – Brustumfang, Taillenumfang und Hüftmaß wurden zu zentralen Kategorien. Diese Entwicklung markierte den Übergang von individueller Anpassung zu einer normierten, vergleichbaren Körperlichkeit. Der Ausgangspunkt dafür war die Festlegung auf internationale Maßeinheiten wie den Meter.
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