Mörder im Chat - Der Fall Ayleen Sexualstraftäter Jan P.

Sa, 16.05.  |  1:10-1:40  |  HR
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo 
In einer zweiten Vernehmung gelingt es den Beamten Jan P. zu einem Geständnis zu bewegen. Er gibt zu, Ayleen ermordet zu haben. Was er nicht verrät, ist, warum er Ayleen tötete. Hatte Jan P. ein sexuelles Motiv? Für die Mordanklage ist das entscheidend. Die Textilexpertin des LKA untersucht die Kleidungsstücke von Ayleen, besonders ihre Unterwäsche und wird fündig. Die Staatsanwaltschaft Gießen schließt die Ermittlungen ab und erhebt Anklage. Der Prozess beginnt.

Am 21. Juli 2022 verschwindet die 14-jährige Ayleen aus Gottenheim bei Freiburg spurlos. Eine Woche später entdeckt die Polizei ihre Leiche im Teufelsee im hessischen Wetteraukreis, über 300 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt. Schnell hat die Polizei einen Tatverdächtigen, den 30-jährigen Jan P., einen vorbestraften Sexualstraftäter. Ayleen und Jan P. lernen sich drei Monate zuvor über Snapchat kennen.

Wochenlang schreibt der Täter ihr tausende Nachrichten, an einem Tag sind es mehr als 800. Die Chats sind sexualisiert, fordernd und manipulierend. Immer wieder verlangt Jan P. Nacktfotos und Videos, setzt Ayleen psychisch unter Druck und droht, ihre Eltern zu informieren oder sich und ihrer Familie etwas anzutun, falls sie den Kontakt abbricht.

Völlig verängstigt steigt Ayleen am 21. Juli in sein Auto. Ayleen ist nicht sein einziges Opfer. Jan P. hat über Jahre gezielt nach Minderjährigen gesucht und mit mehr als 600 Mädchen und jungen Frauen Kontakt aufgenommen, in über 30.000 Chats.

In einer zweiten Vernehmung gelingt es den Beamten Jan P. zu einem Geständnis zu bewegen. Er gibt zu, Ayleen ermordet zu haben. Was er nicht verrät, ist, warum er Ayleen tötete. Hatte Jan P. ein sexuelles Motiv? Für die Mordanklage ist das entscheidend. Die Textilexpertin des LKA untersucht die Kleidungsstücke von Ayleen, besonders ihre Unterwäsche und wird fündig. Die Staatsanwaltschaft Gießen schließt die Ermittlungen ab und erhebt Anklage. Der Prozess beginnt.

Am 29. September 2023 verurteilt das Landgericht Gießen Jan P. wegen Mordes und versuchter Vergewaltigung zu lebenslanger Haft. Die Richterin erkennt die besondere Schwere der Schuld und ordnet anschließende Sicherungsverwahrung an.

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