Im Fokus – Religion und Ethik Der Canossa-Gang
Mi, 13.05. | 16:05-17:00 | Ö1
Aktuell im Fokus: Betreuungslücken bei Kindern und JugendlichenHilfsorganisationen wie die Diakonie machen seit langem auf fehlende Therapieplätze für Kinder und Jugendliche sowohl bei Psycho- und Ergotherapie als auch bei Logopädie aufmerksam, mit mäßigem Erfolg. Zwar habe sich in den vergangenen Jahren einiges getan, aber es bestehe noch ein starkes Ost-West-Gefälle. Auch in anderen Bereichen gibt es dringenden Handlungsbedarf, etwa bei den sogenannten Care-Leavers, das sind jene jungen Erwachsenen, die aus der Betreuung in die Selbstständigkeit entlassen werden und über keinen familiären Hintergrund verfügen, der sie in Notfällen unterstützen kann. In Österreich geschieht dies mit Erreichen der Volljährigkeit, also mit dem vollendeten 18. Lebensjahr, in einigen skandinavischen Ländern kann die Unterstützung, wenn notwendig, noch einige Jahre verlängert werden. Amelie Sztatecsny hat sich die Situation in Österreich genauer angesehen.Im Studio spricht Judith Fürst mit Martin Schenk, Sozialexperte und stellvertretender Direktor des evangelischen Hilfswerks Diakonie, darüber, wie die Unterstützung von Care-Leavers verlängert werden könnte, über fehlende Therapieplätze für Kinder und Jugendliche und darüber, dass gute Betreuung und gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen auch volkswirtschaftlich sinnvoll und für Bundes- und Landesbudgets entlastend sind.Thema im Fokus: Macht und Herrlichkeit – Der Ö1-Popecast Staffel 2, Folge 2: Der Canossa-GangVier Tage im Jahr 1077, an denen Weltgeschichte geschrieben wurde: Kaiser Heinrich IV. steht im Büßerhemd vor der Burg Canossa und bittet Papst Gregor VII. um Vergebung. Der spektakuläre Höhepunkt im so genannten „Investiturstreit“ ist bis heute sprichwörtlich geblieben. Es ist ein Ereignis, das sich entscheidend auf die weitere Entwicklung des Papsttums auswirken sollte – über Jahrhunderte hinweg.Die zweite Folge der zweiten Staffel von „Macht und Herrlichkeit – der Ö1-Popecast“ wirft einen Blick auf das komplexe Verhältnis von Kaiser und Papst im Mittelalter, als sich bereits die Trennung von Kirche und Staat abzuzeichnen beginnt. Im Kern geht es um die Frage: Wer darf Bischöfe ernennen und einsetzen? Steht die weltliche Macht (der Kaiser) über der geistlichen (dem Papst) – oder ist es umgekehrt? Können diese Sphären überhaupt getrennt werden? Die Trennung von Kirche und Staat wird bis in die Gegenwart ein Thema bleiben. Der österreichische Kaiser hat bis 1918 die Bischöfe ernannt – und die Bundesregierung hat bis heute (zumindest theoretisch) ein Mitbestimmungsrecht. Gestaltung: Lena Göbl & Markus VeinfurterDie zweite Staffel von „Macht und Herrlichkeit – Der Ö1-Popecast“ – ist als Videopodcast auf ORF ON und als Audiopodcast auf ORF SOUND sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Serie: Glauben Hören – So klingt das JudentumWie klingen Religionen? Welche akustischen Merkmale haben sie und welche Rolle spielen Klänge, Rufe, Töne und Musik in den großen religiösen Traditionen? Um den „Sound der Seele“ geht es bei „Im Fokus“ rund um den ESC, der unter dem Motto „United by Music“ steht. Im Judentum spielt Musik eine zentrale Rolle im Gottesdienst, erklärt Shmuel Barzilai, Kantor der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Sie gilt als essenzieller Bestandteil des Gebets, der hilft, die Texte zu verstehen und zu interpretieren, berichtet Lisa Ganglbaur.
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