Tierisch teuer Was hinter den hohen Tierarztkosten steckt
Di, 19.05. | 21:00-21:45 | SWR
Kater Rötte wurde 2025 in einer Tierklinik stationär behandelt. Diagnose: Leukämie. Es begannen teure Operationen und Transfusionen plus Magensonde. Doch nach zwölf Tagen Behandlung musste der Kater eingeschläfert werden - die Behandlungenkosten hatten sich auf mehr als 19.000 Euro summiert. Seit der Novellierung der Gebührenordnung für Tierärzt:innen 2022 haben Praxen und Kliniken deutlich größere Spielräume bei der Abrechnung. Ein lukrativer Markt: Große Klinikverbünde, häufig finanziert von internationalen Investoren, expandieren in Deutschland. Insider:innen berichten von wachsendem Druck, die Umsätze zu steigern - durch mehr Diagnostik oder Behandlungen. Nicht alle Tierärzt:innen gehen diesen Weg. Einige rechnen bewusst zurückhaltend ab. Gleichzeitig formiert sich Widerstand: Betroffene schließen sich zusammen, lassen Rechnungen prüfen und erhöhen den Druck auf Politik und Branche. Ein Film über ein System unter Druck - und die Frage, wie bezahlbar Tierliebe künftig noch ist.
Autor: Berndt Welz
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